WU LYF

WU LYF

Man hörte ihre Songs, lange bevor man wusste, wer dahintersteckt. Ein Chor aus Hall, Dringlichkeit und Trotz, aufgenommen wie unter Kirchendecken, vorgetragen mit einer Inbrunst, die mehr beschwor als erklärte. So traten WU LYF 2008 aus dem Nebel Manchesters hervor. Vier Musiker, ein kryptisches Akronym („World Unite Lucifer Youth Foundation“) und die entschlossene Weigerung, sich den üblichen Mechanismen von Pop-Öffentlichkeit zu beugen. Der Mythos wuchs schneller als jede Diskografie. Interviews blieben rar, Bilder spärlich, Informationen bruchstückhaft. Und doch, oder gerade deshalb, entstand eine leidenschaftliche Fangemeinde. Als 2011 schließlich das Debütalbum „Go Tell Fire To The Mountain“ erschien, selbst produziert und über das bandeigene Label LYF Recordings sowie Rough Trade veröffentlicht, wirkte es weniger wie ein Erstling als wie ein Manifest. Die Platte stieg in die britischen Charts ein, die Feuilletons überschlugen sich – und schon ein Jahr später war Schluss. Auflösung. Funkstille. Kultstatus.

Nachdem das Quartett bereits im April letzten Jahres mit der Single „A New Life Is Coming“ erstmals wieder ein Lebenszeichen sendete und erste Shows spielte, folgt nun der nächste entscheidende Schritt: Das neue, elfminütige Epos „Tib St. Tabernacle“ markiert ihre endgültige triumphale Rückkehr. Der Song erschien Mitte Januar und schlug unmittelbar hohe Wellen. Internationale Leitmedien wie Pitchfork, Stereogum, The Guardian, Under the Radar, Far Out oder Brooklyn Vegan feierten den Track als eine der wichtigsten Neuveröffentlichungen der Woche. Die Rückkehr ist nicht nur digital – sie ist live. So bringen WU LYF ihre eruptive Intensität wieder auf die Bühne und spielen im Rahmen dessen zwei Konzerte im Berliner LARK.

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