STORNOWAY

STORNOWAY

Um Stornoway war es ruhig geworden. Auf drei Alben hatte die Band aus Oxford Anfang der Zehnerjahre die Indie-Pop-Szene mit ihrem warmen Sound begeistert. Doch 2016 hieß es nach einer Farewell-Tour von der Band „Stor-no-more“. Ganz so endgültig war diese Auflösung denn, wie sich dieses Jahr herausstellt, zum Glück doch nicht. Im vergangenen Jahr kamen Brian Briggs, Jonathan Ouin und Oli Steadman wieder zusammen und begannen die Aufnahmen an einem neuen Album. Briggs hatte in Corona-Zeiten neue Songs für die Briten geschrieben und die anderen überredet, einen neuen Anlauf zu wagen. Das Trio hat von ihren jeweiligen Wohnorten aus zu der Platte beigetragen: Briggs im Südwesten von Wales, Steadman im Südosten von London und Ouin in Oxford. Allein Olis Bruder Rob Steadman blieb außen vor, weil er inzwischen in den USA lebt, und wurde für die Aufnahmen durch Mike Monaghan, Live-Drummer für Gaz Coombes oder Bands wie Saint Etienne, ersetzt. Dazu haben sich Stornoway noch sehr spezielle Gäste auf die Platte geholt. Yijia Tu vergoldet das Björk-Cover „It‘s Not Up To You“ mit ihrer Stimme und vor allem mit der chinesischen Guzheng-Zither, Fyfe Dangerfield von Guillemot macht aus „Anwen“ eine Elfen-Hymne, Sam Lee ist auf dem gewundenen, waldigen Folk-Funk von „The Navigator“ zu hören. Im Oktober erschien dann endlich die vierte Platte „Dig The Mountain!“ mit elf neuen Perlen. Schon beim Opener und der ersten Single „Trouble With The Green“, einem Song, der mit dem Sonnenaufgang und in ein echtes Farbenfeuerwerk mündet, stellt sich die alte Verbundenheit sofort wieder ein: Das sind sie wieder, die klaren, hellen Stimmen, der geschmacksichere Harmoniegesang, die glänzend arrangierte Arbeit der Multi-Instrumentalisten, der brillante Wortwitz, mit dem diese leicht hingetupften Geschichten erzählt werden. Stornoway sind wieder da und bezaubern sofort wieder mit ihrem traumhaft sicheren Sound. Und im April kommen sie mit neuem (und altem) Material zu uns auf Tour.

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