- Noah Kraus und die Musik – das ist ein perfekter Fit
- Zum Valentinstag erscheint mit „Ohne Punkt und Kummer.“ Noahs erste EP, auf der er sich mit dem Thema Heartbreak befasst
- Auf den neuen Songs gelingt ihm gekonnt der Spagat zwischen humorvollen Zeilen und verletzlichen Botschaften auf zeitgenössischem Sound
„Leg dir ein’n Wurm ins Ohr, sorry, kommt ma’ vor / Und keiner kriegt davon genug, bin ein Vulkan, muss Hitze machen / Stibitzen kann nur klappen, ja, der Teufel sitzt im Nacken.“ Ein turbulentes Jahr liegt hinter Noah Kraus. Im Frühjahr hatte er „Nur ein Wort“. Im Sommer dann hatte er „Nur geklaut“. Und zweimal hatten seine Hörerinnen und Hörer besagten Ohrwurm.
Mit seinen Neuinterpretationen des Wir sind Helden-Klassikers (27 Millionen Streams auf Spotify) und des legendären 90er-Hits von Die Prinzen (2 Millionen Streams auf Spotify) hat Noah nicht nur die Charts erobert, sondern ein Stück Popkulturgeschichte mit dem musikalischen Zeitgeist von heute verbunden. Noah ist die Schnittstelle zwischen Rap, Pop und Elektro. „Ich bin ein großer Fan von Genres und die dürfen auch gerne in sich existieren. Ich will sie alle bedienen. Ich will keine Schublade sein, sondern ein Apothekenschrank“, sagt Noah.
Hip-Hop mit möglichst vielen Genres zu vermischen und das Ganze lyrisch mit einer gewissen Portion Charme und Humor zu garnieren, ist Noahs Mission. Im Falle von „Nur ein Wort“ gipfelte diese Vision in einer Nummer-1-Platzierung der deutschen Airplaycharts und einer Nominierung für die 1Live Krone
Dass die Musik nicht der einzige kreative Pfad ist, auf dem sich der Hamburger bewegt, zeigte er bereits als Kind. Mit neun Jahren bekam Noah seine erste Schauspielrolle im Film „Als der Weihnachtsmann vom Himmel fiel“. In seiner Jugend spielte er in zahlreichen Filmen („Wendy 2“) und Serien („Die Bergretter“) mit. Auch in der Amazon Prime-Produktion „Die Discounter“ war er zu sehen.
Darüber hinaus interessiert er sich seit dem Jugendalter fürs Malen, spielt auf Wunsch seiner Eltern Saxofon und schneidet Animationsfilme. Später beginnt er, Musikvideos zu produzieren, arbeitet unter anderem mit Ski Aggu zusammen. Überall lernt er auf
unterschiedliche Art und Weise, wie er spannende Geschichten erzählen kann. Vielleicht hat Noah deshalb schon immer ein präzises Gespür dafür gehabt, Themen aus seinem Alltag in Wörter und Sounds zu verpacken.
Nun vervollständigt Noah sein musikalisches Showreel. Mit seiner EP „Ohne Punkt und Kummer.“ schreibt er neues Kapitel, das soundtechnisch an die vorherigen Stücke anknüpft und textlich von Verletzlichkeit und persönlichen Wendepunkten der jüngeren Vergangenheit zeugt.
Das Werk ist die konsequente Weiterentwicklung von Noahs sprachlicher Eloquenz. Noah hat darauf ein paar Easter Eggs im Gepäck. Das fängt bereits beim Titel der EP an. Denn der Punkt hinter dem Wort Kummer lässt erahnen, dass der Kummer nicht weg ist. Er ist präsent in sämtlichen Zeilen – auch, wenn Noah diese gerne mit seinem ureigenen Humor füllt: „Du in meinem Storyboard, die Rolle soll wer anders kriegen / Komm‘ mit dir nicht auf einen Nenner so wie Fler und 187“ („Freitag 13!“) Die EP beginnt mit einer Neuinterpretation von Julis Song „Elektrisches Gefühl“. Noah rappt darauf: „Mir fehlt die Energie, ich brauch mehr Dextrose / Und wenn das nicht mehr hilft, dann übe ich küssen mit der Steckdose.“
In „Kummerkinder“; einer Kollabo mit Kasimir1441, rappt Noah: „Ich hab‘ es vergeigt, mach‘ jetzt Blasmusik / Bin in Trübsal blasen in Bars beliebt.“ „Die Musik ist wenig hoffnungsvoll, aber es ist genau die Art von Musik, die ich auch schon zu Zeiten meiner letzten Beziehung gehört habe“, sagt Noah. „Ohne Punkt und Kummer.“ ist eine Heartbreak-EP.
„Es geht zum einen um Schuld und die Zuweisung meinerseits, zum anderen rede ich auch darüber, was mich verletzt hat in meiner letzten Beziehung. Das ist krank persönlich, aber ich möchte das gerne mit den Leuten teilen. Ich habe gelernt, dass ich mich öffentlich verletzlich zeigen kann und dadurch kein schwächerer Mensch bin.“
Noah thematisiert Selbstvorwürfe und Selbsterkenntnisse in den neuen Songs. „Ich machte uns kaputt / Und wenn ich sag, ich will dein Herz zurück, sagst du, du weißt nicht, wo es ist, denn es ist futsch“ („Herz Hämatom </3“). In „Verliebt, verlobt, verkackt“ heißt es: „Doch ich war ein Basstard, das hab‘ ich jetzt gerafft / Und du bist wie Fritz Honka, denn du cuttest mich ab.“
Die acht Songs auf der EP vereinen alles, was man musikalisch an Noah Kraus liebt: durchdachtes Storytelling, lyrische Finesse, zeitgeistige Produktionen und einen jungen Mann, der gleichzeitig mit Verve und Verletzlichkeit rappt. Kein Zweifel: Noah Kraus gehört aktuell zu den spannendsten Stimmen deutschsprachiger Musk.
