KARNIVOOL

KARNIVOOL

Vor etwa fünf Jahren haben Karnivool berichtet, sie seien im Studio, um an einer neuen Platte zu arbeiten. Seither ist ein Track erschienen, nebenbei und fast wie aus Versehen veröffentlicht 2021. „All It Takes“ ist schwer, aggressiv, mit einem stampfenden Beat, einem bedrohlichen Riff und ganz typisch für die australischen Progressive-Metal-Helden. Danach war wieder Stille, von den umjubelten Konzerten bei Festivals und Touren abgesehen. Aber das ist man von Karnivool ja so gewohnt, die in einem Vierteljahrhundert nur drei Alben aufgenommen haben, zuletzt 2013 das wunderbar verwirbelte und vielfältige Meisterwerk „Asymetry“. Diese Band mache es einem aber auch niemals einfach, offenbarte Sänger Ian Kenny in einem Interview mit dem australischen Online-Magazin The Music: „Sie ist einfach so ein verdammt verdrehtes, unberechenbares Biest, sie dreht sich und windet sich und zieht dich in alle möglichen Richtungen, genau wie die Musik. Wir sind auf aufregender Fahrt, und ich glaube nicht, dass irgendjemand die Hälfte der Zeit einen wirklichen Überblick darüber hat. Oft denke ich, wenn mir Musikstücke in dieser abgefuckten Taktart vorgelegt werden: Ja, ich kann es hören, aber ich weiß nicht, was es ist. Was zum Teufel soll ich dazu singen?“ Es klingt nach harter Arbeit, Karnivool zu kontrollieren und diese fantastische und aufregende Musik zu machen. Aber es hat sich gelohnt. Sie sind zurück im Sattel und bereit für unheiligen Krach und mit neuer Musik wieder auf Tour zu gehen. Über das neue Album ist noch nicht viel bekannt, weder Titel, noch Erscheinungsdatum, aber die Fans haben sich ja schon immer durch Geduld hervorgetan. Sicher ist: Im Sommer ist für Karnivool eine ausgedehnte Festival-Tour in Europa angesagt, und zwischendurch spielt das Quintett im Juni zwei exklusive Club-Shows in Deutschland.

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