Mit zwei exklusiven Konzerten im August 2026 bringt Eivør ihre unverwechselbare Klangwelt nach Deutschland. Die Ausnahmekünstlerin von den Färöern, die seit Jahren zu den eigenständigsten Stimmen Nordeuropas zählt, verbindet archaische Wurzeln mit moderner Klangforschung und schafft dabei ein intensives Liveerlebnis, das weit über ein gewöhnliches Konzert hinausgeht. Aufgewachsen in einem kleinen Dorf zwischen steilen Klippen, grasbewachsenen Hügeln und den extremen Kontrasten der färöischen Natur, prägt diese Landschaft Eivørs Musik bis heute. Die jahrhundertealte Tradition des gemeinsamen Singens – tief verwurzelt in der färöischen Kultur – bildet das emotionale Fundament ihres Schaffens. Alte, a cappella vorgetragene Melodien mit Renaissance-Anklängen treffen bei ihr auf Beatboxing, Kehlgesang und kraftvolle Growls. Diese besondere Gesangstechnik ist längst zu ihrem Markenzeichen geworden: roh, ungezähmt und unmittelbar.
Mit inzwischen elf Studioalben und der Auszeichnung mit dem Nordic Council Music Prize hat Eivør ihre künstlerische Vision stetig weiterentwickelt. Ein entscheidender Wendepunkt war das experimentelle Album „Larva“, mit dem sie sich bewusst von Folk-Konventionen löste. Spätestens mit „ENN“, ihrem Debüt für das Label Season of Mist, erreichte sie eine neue künstlerische Dimension. Das Album entstand nach einem kreativen Rückzug in das kleine Bergdorf Tjørnuvík auf den Färöern, wo sie gemeinsam mit dem Komponisten Tróndur Bogason ohne festes Ziel schrieb – und dabei den Kern ihres damaligen Schaffens neu definierte. Songs wie „Gaia“, eine Liebeshymne an die Erde, oder der eröffnende Track „Ein Klóta“, der das Gefühl beschreibt, die eigene Welt aus der Distanz zu betrachten, entfalten live eine cineastische Wucht. „Jardartra“ pulsiert wie ein Herzschlag aus der Perspektive unseres Planeten, während der Titelsong „ENN“ die Dunkelheit von Krieg thematisiert und nach einem Hoffnungsschimmer sucht. Mit „Upp Úr Øskuni“ setzt Eivør zudem ein kraftvolles Zeichen für weibliche Solidarität und offenbart eine Mischung aus Growling, Beatboxing und archaischem Kehlgesang.
Neben ihrer Soloarbeit hat Eivør in den vergangenen Jahren auch Musik für Film, Serien und Games wie The Last Kingdom und God of War komponiert, was ihrer Liveshow eine zusätzliche dramatische Tiefe verleiht. Wenn sie im August 2026 für zwei Termine in Münster und Hannover nach Deutschland kommt, verschmelzen folkloristische Wurzeln, elektronische Elemente, klassische Einflüsse und cineastische Weite zu einem intensiven Gesamterlebnis. Diese Konzerte versprechen eine Reise zwischen Erde und Kosmos, Vergangenheit und Gegenwart – unmittelbar, kraftvoll und einzigartig.
