CHERRY GLAZERR

CHERRY GLAZERR

Lässiger Gitarrenrock à la 90er-Jahre Grunge – den liefert seit nunmehr 10 Jahren die US-amerikanische Rockband Cherry Glazerr. Die Gruppe rund um Sängerin Clementine Creevy transportiert das überholt geglaubte Genre Garage-Rock mit spannenden elektronischen Einstreuungen ins Hier und Jetzt. Alles begann im Kinderzimmer der Frontfrau, die mit 15 Jahren anfing, sich ganz nach dem Motto Do-it-yourself musikalisch auszutoben. Von Beginn an begleitete eine finstere, fast schon morbide Ästhetik das Schaffen der Musikerin, die 2013 mit ihren Highschool-Freund*innen die Band Cherry Glazerr gründete. Bereits ein Jahr später erschien mit „Haxel Princess“ das Debütalbum der Gruppe, mit dem sich die Tore in die Musikbranche öffneten. Der markante Rock-Sound der Band beginnt sich zu etablieren und wurde mit dem zweiten Longplayer „Apocalipstick“ drei Jahre später gefestigt und zu einem festen Bestandteil der amerikanischen Indie-Rock-Szene. Denn für alle, die in den 90ern von The Cranberries nicht genug bekommen konnten oder sich wünschen, den Release von „Zombie“ oder Evanescence‘s „Bring Me To Life“ selbst miterlebt zu haben, halten Cherry Glazerr den passenden Soundtrack parat – und dass auch noch 10 Jahre nach Gründung der Band. Die einst rohe, energiegeladene Hau-Drauf-Stimmung wurde über die Jahre vielleicht mit einem geordneteren Alternative-Rock-Schliff versehen und diverse Bandmitglieder kamen und gingen, aber im Fokus steht auch auf dem im vergangenen Jahr erschienen Album „I Don’t Want You Anymore“ derselbe Spirit wie damals – und zeigt dennoch in zeitlosem Sound, dass man auch 2024 keine Angst vor Rockmusik haben muss. Und was Cherry Glazerr angeht, auch immer damit rechnen sollte: "Es machte Spaß, zu experimentieren, aber nach einer Weile vermisste ich den Rock einfach. Ich liebe Rockmusik - ich liebe es, wie sie kathartisch und schrill und manchmal auch ein wenig dumm ist.“ Nach seinem Vorgänger „Stuffed & Ready“ 2019 brauchte Clementine Creevy für das vierte Album einiges an Zeit, um zu reflektieren. Das laut Aussage der Sängerin persönlichste Werk bisher widmet sich vor allem den zwischenmenschlichen Beziehungen im Leben der US-Amerikanerin, in all ihren Höhen und Tiefen. Wie das Ganze live klingt, wird sich im Juni zeigen: Da präsentiert das Trio den neuesten Longplayer nämlich auch auf Tour und macht drei Stopps in Deutschland.

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