Zehn Jahre lang haben Turnover so gut wie keinen musikalischen Ort zweimal besucht. Kaum hatte sich die Band aus Virginia Beach irgendwo eingerichtet, zog sie schon weiter: vom Pop-Punk der Anfangstage zu den schimmernden Dream-Pop-Landschaften von „Peripheral Vision“, von Alternative Rock zu Jazz-, Psychedelic- und Dance-Einflüssen. Für ihre Fans war das oft eine Reise ohne Landkarte, für Turnover selbst die einzige Möglichkeit, als Band in Bewegung zu bleiben. Mit „Down On Earth“ erreichen sie nun einen seltenen Punkt in ihrer Geschichte: ein Album, das nach Aufbruch klingt und zugleich die Spuren all jener Wege in sich trägt, die sie in den vergangenen Jahren eingeschlagen haben.
Nach der Veröffentlichung von „Myself In The Way“ im Jahr 2022 folgte die längste Pause ihrer Karriere. Als Austin und Casey Getz gemeinsam mit Danny Dempsey und Nick Rayfield wieder zusammenfanden, entstanden die neuen Songs ohne festes Konzept. Statt ausgearbeiteter Demos standen Ideen, Fragmente und Improvisationen im Mittelpunkt. Die Band schrieb gemeinsam im Raum, ließ den Stücken Zeit und vertraute auf das Zusammenspiel.
Das hört man „Down On Earth“ an. Das sechste Album wirkt zugleich offen und fokussiert. Es vereint die verträumte Atmosphäre von „Peripheral Vision“, die melodische Wärme späterer Veröffentlichungen und die Experimentierfreude, die Turnover über Jahre ausgezeichnet hat. Produziert wurde die Platte von Zac Montez, der die Band bereits lange als Front-of-House-Ingenieur begleitet. Gemeinsam verfolgten sie das Ziel, die besondere Dynamik ihrer Live-Shows im Studio einzufangen.
Konzerte spielen für Turnover ohnehin eine zentrale Rolle. 2025 feierte die Band das zehnjährige Jubiläum von „Peripheral Vision“ und spielte vor den größten Publika ihrer bisherigen Laufbahn, darunter in Amerika in renommierten Venues wie dem Red Rocks Amphitheatre und dem Greek Theatre. Die Tour markierte einen Wendepunkt: den Blick zurück auf ein prägendes Album und gleichzeitig den Aufbruch in ein neues Kapitel. Viele der Songs von „Down On Earth“ wurden bereits damals live angespielt und gaben einen ersten Hinweis darauf, wohin die Reise als Nächstes führen würde.
Auch inhaltlich zeigt sich die Band gereift. Zwischen Liebesliedern, Gedanken über Verlust, Einsamkeit und Vergänglichkeit entfaltet sich ein Album, das von Veränderung und Selbstvertrauen erzählt. Turnover klingen heute wie eine Band, die niemandem mehr etwas beweisen muss und gerade deshalb so überzeugend wirkt.
Im Frühjahr 2027 kommen Turnover auf ihrer Tour auch für exklusive Konzerte nach Deutschland: am 09. März nach Berlin und am 10. März nach Köln. Als Special Guest begleiten Nothing die Tour. Die 2010 gegründete Shoegaze-Band um Domenic „Nicky“ Palermo hat sich mit Alben wie „Guilty of Everything“, „Tired of Tomorrow“ und zuletzt „A Short History Of Decay“ einen festen Platz in der modernen Alternative-Szene erspielt. Ein musikalisches Paket, das Großes verspricht.
Mär 2027
09
Berlin Festsaal Kreuzberg
Einlass:
19:00 Uhr,
Beginn:
20:00 Uhr
Präsentiert von FUZE, VISIONS, DIFFUS
Hinweis
Support
NOTHING
