TRISTAN BRUSCH

TRISTAN BRUSCH

Dez 2026
22

Hamburg Elbphilharmonie - Kleiner Saal

DIE LANGE NACHT

Einlass: 19:00 Uhr,
Beginn: 20:00 Uhr
Ausverkauft

Eine dunkelromantische Trilogie ist abgeschlossen: Mit seinem neuen Album, »Am Anfang«, strebt Tristan Brusch nach allem, was wehtut, sich entzieht oder eigentlich zu groß ist, um es auszuhalten. Er schreibt dazu süchtig machende, gefährliche Songs, die magische Eingängigkeit mit inhaltlicher Tiefe verbinden. »Am Anfang« ist ein Coming-of-Age Album, das viel von Verlust erzählt. Dem Verlust von Jugend, Unschuld, einer Liebe, womöglich: sich selbst. Insofern fügt sich das Album kongenial in jene als Epos angelegte Trilogie, die Tristan Brusch nunmehr mit »Am Anfang« abschließt, vorangegangen waren die Alben »Am Rest« und »Am Wahn«. In dieser universellen romantischen Beziehungserzählung, die immer auch ein Sittengemälde der Liebe in unverbindlichen Zeiten ist, nimmt das neue Album einen besonderen Platz ein. Tristan Brusch hat für "Am Anfang" bestürzend schöne Lieder geschrieben, in diesem ganz speziellen Stil, den in diesem Land niemand sonst beherrscht. 

Ob es in »Grundsolider Schläger« darum geht, wie der Protagonist einen Freund an die Drogensucht verloren hat, um den Alltag eines Strichers in »Wir Kinder vom Bahnhof Zoo« (im Duett mit Veronika Hahn) oder in »Haifisch« von oben auf das Thema geblickt wird: Tristan Brusch durchleuchtet aus unterschiedlichen Perspektiven unsere großen und kleinen Verluste. Das schwelgerische »Die Liebe in Maßen« ist ein ebenso wonnevoller wie selbstironischer Schlager noir, zu »Die lange Nacht« imaginiert man automatisch ein Meer aus Feuerzeugen, während »Heiliges Land« gleichermaßen von der Naivität und Bigotterie im politischen Engagement junger Bürgerkinder kündet, ohne diese auszustellen oder gar zu verspotten. 

Durch diese Musik kann man völlige innere Freiheit erfahren, sie lässt einen über den Dingen schweben, eins mit allem werden, den Schmerz, die Reue, die Sehnsucht und sich selbst ertragen. »War’s ein Märchen ohne Ende / War es unvernünftig, lächerlich, zu groß« fragt Tristan Brusch am Ende dieses wunderbar – nun eben doch – hoffnungsvollen Albums im letzten Lied, »Tristan und Elise«. Es ist ein Satz, der ohne Fragezeichen auskommt.

Am 14. März präsentiert er sein Album und Lieder seiner vorherigen Alben im Hamburger Mojo Club.

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