Ihre Musik bewegt sich mühelos zwischen Intimität und sinfonischer Wucht, zwischen klassischer Strenge und experimenteller Weite: Hildur Guðnadóttir ist eine der innovativsten und einflussreichsten Komponistinnen unserer Zeit. Am 25. Oktober 2026 präsentiert die isländische Komponistin, Cellistin und Sängerin ihr neues sinfonisches Programm „This Will Be Us" gemeinsam mit dem Deutschen Symphonie-Orchester Berlin im Kammermusiksaal der Berliner Philharmonie.
„This Will Be Us" ist mehr als ein Konzert – es ist eine Jubiläumsfeier. Zwanzig Jahre nach ihrem ersten Album „Mount A" interpretiert Guðnadóttir zentrale Werke ihres Schaffens in neuen Orchesterarrangements neu. Das Programm umfasst Musik aus Alben wie „Without Sinking", „Mount A", „Saman", „Baer", „Ascent" und „Erupting Light" sowie Höhepunkte aus ihrer oscarprämierten Filmmusik zu „Joker" und neu komponierte Werke. Aufgenommen wurde das Projekt für die Deutsche Grammophon in Zusammenarbeit mit dem Deutschen Symphonie-Orchester Berlin.
Die isländische Künstlerin hat sich über zwei Jahrzehnte als eine der wichtigsten musikalischen Stimmen ihrer Generation etabliert. Für ihre Filmmusik zu „Joker" erhielt sie Oscar, Golden Globe, BAFTA und Critics' Choice Award. Für ihre Arbeit an der vielfach gefeierten HBO-Serie „Chernobyl" gewann sie Emmy und Grammy – als erste Solo-Komponistin überhaupt in beiden Kategorien. Das Cello und ein tiefes Gefühl menschlicher Präsenz stehen dabei stets im Zentrum ihres Schaffens.
Zuletzt veröffentlichte Guðnadóttir im Oktober 2025 ihr Studioalbum „Where to From" bei Deutsche Grammophon – neun intime, kontemplative Stücke, ursprünglich als spontane musikalische Tagebucheinträge auf dem Handy festgehalten. Musik daraus wurde von der Volksbühne Berlin, dem Reykjavík Arts Festival, dem Barbican Centre und dem Holland Festival in Auftrag gegeben und ist im Laufe der Spielzeit 25/26 zu hören. 2026 ist sie Associate Artist des Holland Festivals, Niederlands größte internationale Veranstaltung für darstellende Künste, und Artist-in-Residence beim Reykjavík Arts Festival.
Auch in Berlin ist Guðnadóttir keine Unbekannte: Sie studierte an der Universität der Künste Berlin und lebt heute in der Stadt. Der Abend im Kammermusiksaal der Philharmonie ist damit auch eine Heimkehr – in einen Saal, in dem ihre Musik zwischen Cellostimme und Orchesterklang, zwischen alten Werken und neuen Kompositionen ihren vollen Atem entfalten kann. Wo ihr Cello einst aus kleinen, persönlichen Quellen weite Klanguniversen schuf, entfaltet sich dasselbe Prinzip nun im sinfonischen Maßstab – nah, eindringlich und von einer emotionalen Wucht, die lange nachhallt.
