CAROLESDAUGHTER

CAROLESDAUGHTER

Jul 2026
09

Berlin LARK

Einlass: 19:00 Uhr,
Beginn: 20:00 Uhr
Präsentiert von MusikBlog.de, Messed!Up Magazine

Manche Stimmen klingen, als hätten sie die Welt schon gesehen, bevor ihre Besitzerin überhaupt alt genug war, nachts allein in Bars zu verschwinden. Bei carolesdaughter ist genau das der Fall. Wenn Thea Taylor singt, entsteht der Eindruck, als würde jemand gleichzeitig eine Wunde öffnen und sie vorsichtig wieder vernähen. Ihre Songs tragen den Geruch von kaltem Rauch, Motelzimmern und langen Autofahrten durch amerikanische Vorstädte in sich. Vielleicht kommt das daher, dass ihre Geschichte nie die einer geradlinigen Popkarriere war.

Aufgewachsen als jüngstes von zehn Kindern in einer mormonischen Familie im kalifornischen Oceanside, fand Taylor früh Zuflucht in Kunst und Musik. Ihre Jugend verlief chaotisch: mehrere Schulwechsel, persönliche Krisen, schließlich ein Aufenthalt in einer Entzugsklinik. Während andere in diesem Alter noch nach einer Rolle suchen, schrieb carolesdaughter bereits Songs, die mit erstaunlicher Klarheit von Isolation, Scham und Sehnsucht erzählten. Aufgenommen im eigenen Schlafzimmer, verbreitete sich ihr Track „Violent“ rasend schnell im Internet. Mehr als 325 Millionen Streams später war carolesdaughter plötzlich kein Geheimtipp mehr, sondern eine der aufregendsten neuen Stimmen ihrer Generation. Doch der Hype allein erklärt ihre Wirkung nicht. Es ist diese kompromisslose Emotionalität, die ihre Musik so unmittelbar macht. Ihre neuen Songs greifen Einflüsse von Portishead, Amy Winehouse oder Jeff Buckley auf, verbinden düsteren Jazz, Trap-Elemente und fragile Singer/Songwriter-Momente zu etwas Eigenem. Taylor selbst beschreibt ihren Sound wie einen blauen Fleck, auf den man immer wieder drücken will, obwohl es weh tut. Eine treffende Beschreibung für Musik, die Schmerz nicht versteckt, sondern in Schönheit verwandelt.

Dass carolesdaughter heute als außergewöhnliche Live-Künstlerin gilt, überrascht kaum. Wer sie auf der Bühne erlebt, merkt auf Anhieb, dass ihre Songs dort erst vollständig werden. Zwischen stillen Passagen und eruptiven Ausbrüchen entwickelt sich eine unglaubliche Intensität, eine, die weit über klassische Indie-Pop-Konzerte hinausgeht. In Clubs, Theatern und Arenen in den USA und Europa hat die Noch-Newcomerin sich in den vergangenen Jahren eine enorme Bühnenpräsenz erarbeitet. Selbst zerbrechliche Stücke wirken live größer, unmittelbarer, manchmal fast unheimlich nah.

Nach einer schmerzhaften Pause meldet sich carolesdaughter nun mit neuer Musik zurück. „Baccarat Rouge“ ist dabei nach „Virginia Slims“ und „Pearls In The Trap“ die dritte Single ihres neu definierten Sounds: reduzierter produziert, dunkler, cineastischer und gleichzeitig direkter. Es klingt nach jemandem, der endlich genau weiß, wie sich die eigene Stimme anfühlen soll. Im Sommer 2026 kommt carolesdaughter mit neuen Songs für ein exklusives Konzert nach Berlin.

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